Auf einem unserer Streifzüge rund um Diani Beach sind wir, nicht weit von unserem Hotel entfernt, eines Tages in Strandnähe auf ein Restaurant gestoßen, das ein ganz besonderes Flair verspricht, weil es nämlich in einer Höhle eingerichtet ist. Spontan haben wir uns entschlossen hier an unserem letzten Abend vor dem Rückflug nach Deutschland zu dinieren. Zurück in unserer Unterkunft war daher der erste Gang zur Rezeption um einen Tisch für zwei zu reservieren.
Heute ist es endlich soweit. Wir haben uns in Schale geworfen, was nicht so einfach ist nach fast drei Wochen. Saubere Wäsche ist jetzt Mangelware. Die Sonne versinkt langsam und macht der Dämmerung Platz. Gestriegelt und gebürstet stehen wir in der Lobby unseres Hotels und warten gespannt auf den Shuttleservice, der uns zum Ali Barbour’s Cave Restaurant bringen soll. Noch ein letzter Blick in den Spiegel ob das Hemd sitzt. Annette richtet zum dritten Mal ihre Frisur. Dann erscheint auch schon unser freundlicher Chauffeur.
Unterwegs kommen wir an einem italienischen Lokal vorbei und ich frage mich wieso mir dieses Etablissement heute zum ersten Mal auffällt. Gefühlt sind wir doch schon seit Monaten in Diani Beach! Seltsam.
Nach kurzer Fahrt biegen wir von der Hauptstraße ab und nach ein paar hundert Metern Piste sind wir am Ziel. Der Chauffeur geleitet uns eine Treppe hinunter und plötzlich stehen wir in der Höhle. An der Bar nimmt uns ein Kellner in Empfang und bringt uns an unseren Tisch. Viele Kerzen und bunte Laternen in arabischem Stil sorgen für eine romantische Atmosphäre. Die Höhle hat über uns ein großes Loch in der Decke, so dass wir in einen fantastischen Sternenhimmel sehen können.

Staunend schauen wir uns um und genießen das außergewöhnliche Ambiente dieses Lokals, als auch schon der Kellner mit der Speisekarte erscheint.
Zur Feier des Tages bestellen wir eine Flasche Wein und studieren derweil die Karte. Ich entscheide mich für ein Beef Stroganoff und meine Frau wählt ein Hähnchen in Zitronen-Butter Soße. Das Essen ist nicht ganz billig, aber auch nicht zu teuer. Es schmeckt ausgezeichnet.
Der Chef des Restaurants geht persönlich von Tisch zu Tisch und fragt nach der Zufriedenheit der Gäste. Die Bedienung ist aufmerksam und höflich. Man fühlt sich wohl hier.
Nach dem Hauptgang lassen wir uns noch jeweils ein Mango Sorbet und einen leckeren Cocktail kommen. Das ist ja schließlich unser letzter Abend und den wollen wir in vollen Zügen genießen.

Als wir schließlich gut gesättigt das Lokal verlassen, steht auch schon unser Chauffeur bereit und empfängt uns mit einem Lächeln. „Hat es Ihnen gefallen?“ will er wissen. „Ausgezeichnet! “ ist die übereinstimmende Antwort von Annette und mir. Und das ist wirklich nicht übertrieben! Wenn wir jemals wieder hierher kommen sollten, denke ich, würde ich gerne mal die Meeresfrüchte-Platte probieren. Aber das steht in den Sternen.
Am Hotel angekommen, gebe ich unserem Fahrer eine Handvoll kenianischer Münzen als Trinkgeld. Wir können damit ab morgen sowieso nichts mehr anfangen. Dieser bedankt sich überschwänglich und wünscht uns einen schönen Abend, der jedoch weniger schön mit Kofferpacken endet.
Als wir endlich im Bett liegen, sind wir noch lange wach und schwelgen in Erinnerungen. Wir haben viel erlebt in den letzten drei Wochen. Über eines sind wir uns einig: Wir werden wiederkommen! Kwaheri Kenya!

